"seines Glückes Schmied"

Gestern bei Facebook in der Süddeutschen Zeitung:

"Machen Kinder glücklich?
Die meisten Deutschen erleben es als Erfüllung, Eltern zu werden. Erleichterungen, die der Staat ihnen zukommen lässt, steigern die Zufriedenheit zusätzlich. Aber warum werden dann so wenige Babys geboren?"

Das konnte ich nicht unkommentiert lassen:

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Sybille Carstens: Was ist denn das für eine Überschrift?!
Nichts "macht" glücklich! Und somit auch Kinder nicht. Glück ist nichts, was von außen kommt. Es ist eine Frage der persönlichen Einstellung und der Glücks-Fähigkeit, worüber - und ob überhaupt - wir Glück empfinden oder eben nicht. Kinder "machen" also glücklich, wenn man dieses Gefühl zulässt. So wie bei allem Anderen auf der Welt auch. Ich erwarte mir von einem Blatt wie der SZ etwas mehr gedankliche und sprachliche Sorgfalt!

Gefällt mir · Antworten · 15 · vor 21 Stunden · Bearbeitet"

Diese (anonymisierte) Antwort habe ich darauf erhalten. Der Name kann im Artikel nachgelesen werden:

"Also ich finde eine eigene Familie mit Kindern können einen großen Teil zu einem subjektiven Glück- und Zufriedenheitsempfinden beitragen, darum finde ich die Überschrift keineswegs unsorgfältig gewählt! Der Mensch ist eben ein soziales Wesen und sehnt sich nach Liebe, Harmonie und Geborgenheit und dieses Ideal ist am ehesten in einer Familie mit Kind(ern) verkörpert. Wer sich dem verschließt oder das leugnet, betreibt in meinen Augen nur Selbstverleugnung. Naja, aber in unserer materialistischen, hedonistischen Leistungsgesellschaft, wo nur Kommerz, Profit und Geltungskonsum zählt, hat dieses Streben nach Glück leider nur noch eine gesellschaftlich weniger akzeptierten Stellenwert.
Gefällt mir · vor 8 Stunden





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Für mich persönlich war es das größte Glück, meine drei (inzwischen erwachsenen) Kinder erleben zu dürfen. Es war mir stets die edelste aller Aufgaben, die ich nur erfüllen konnte. Mit der Erziehung unserer Kinder gestalten wir schließlich die Zukunft der Welt!

Aber ich weiß von Menschen, die dies keinesfalls als Glück empfinden und wo ich geradezu froh darüber bin, dass diese keine Kinder bekommen haben. Sie hätten ihre Kinder wahrscheinlich nicht gut behandelt und oder ihnen mehr oder weniger spürbar zum Vorwurf gemacht, dass das Leben nun deutlich eingeschränkter ist, als vor dem Kindersegen, was z.B. Abenteuerreisen, Partys, Sportwägen, etc. betrifft.

Ich denke, jeder sucht sich aus, welche Werte für ihn zählen.

Das wird nicht von der Gesellschaft vorgeschrieben!

Vielleicht vorgelebt, aber schließlich entscheidet man selbst.

Denn jeder ist immer noch "seines Glückes Schmied"!

Lebt das, was Euch glücklich macht!

Eure Sybille


7.2.14 10:27

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