Ist Ihr Buch eigentlich autobiografisch?

Wenn man ein Buch veröffentlicht, gibt man so vieles von sich selbst preis, so viel Persönliches, dass es auf diese bei Lesungen gerne gestellte Frage für mich eigentlich immer nur eine Antwort gibt. Und die lautet: JA.

Auch wenn das entstandene Werk in diesem Sinn keine Autobiografie geworden ist, hat es mehr mit einem selbst zu tun, als man sich zunächst vorstellen kann. Meine stets probelesenden Familienmitglieder könnten meine Texte blind unter anderen herausfinden. Weil sie mich eben alle gut kennen und viele Erlebnisse mit mir geteilt haben.

Jeder Mensch, der schreibt, lässt seine ganz eigene Sichtweise auf die Dinge des Lebens einfließen, egal ob er eine Liebesgeschichte erzählt, den Leser mit einem Krimi fesselt oder mit einem Sachbuch informiert. Man kann gar nicht anders.

Es sind einzelne Momente, die uns prägen, die in unserer Erinnerung haften geblieben sind, ohne dass wir uns erklären können, warum gerade dieser Moment und nicht ein anderer. Und beim Schreiben sind es dann diese besonderen Eindrücke, die uns dabei helfen, den beschriebenen Situationen Tiefe, Ausdruck und Gefühl zu verleihen.

Und nicht selten bearbeitet man im Schreibprozess eigene Themen und innere Konflikte und löst sie damit auf.

Solltet Ihr einmal ein Problem haben, empfehle ich Euch: Schreibt es auf! Alles, was Euch dazu in den Sinn kommt. Und wenn Ihr es dann nach einer Weile durchlest, werdet Ihr feststellen, dass Ihr auch bereits die Lösung dazu mit aufgeschrieben habt.

Probiert es aus! ☺

Eure Sybille

18.12.13 09:54

bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Britta Wisniewski / Website (19.12.13 09:23)
Das erinnert mich an einen Schriftsteller, der - gänzlich ungefragt - über sein Buch sagte "Mein Buch ist 100% Fiktion!"
Und ich antwortete leise:"Wie schade!"

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